Verfasst von: Matthias Kron | 1. Januar 2012

Für das Vergessen!

Baumringe (Bild von Darren Hester auf flickr.com unter CC BY-NC 2.0-Lizenz veröffentlicht)

Das Internet ist wie ein Baumstamm, der ständig wächst

Das Internet ist wie ein Baumstamm, der ständig dicker wird. Beim Baum kommt in jedem Jahr ein neuer Baumring hinzu, die eine genaue Altersbestimmung. Es gibt sogar einen Teilbereich der Geschichtswissenschaft (die auf den recht sperrigen Begriff Dendrochronologie hört), die anhand der Baumringe als eine Geschichtsquelle nutzen. Sie verraten, in welchem Jahr Dürren herrschten, wann Feuer wüteten und wie das Klima in einer bestimmten Epoche war.

Das Internet legt sich keine Jahresringe zu und doch vergisst es nichts. Suchmaschinen wie Google mögen zwar nicht mehr direkt alle Inhalte in ihren Indizes listen, doch sie sind und bleiben da.

Deshalb sollten Strömungen unterstützt werden, die dem Internet das Vergessen beibringen wollen, oder anders ausgedrückt, die Informationen mit einem  Haltbarkeitsdatum versehen wollen. Gerade in Social Networks wäre es meiner Meinung nach sehr sinnvoll, wenn man bei einem Tweet nicht nur angeben könnte, wer ihn lesen kann, sondern auch, wie lange er angezeigt werden soll.

Hier einige Links zu dem Thema:
http://goo.gl/W5UoJ (Zeit-Interview mit Viktor Mayer-Schönberger)
http://goo.gl/Wd36S (Video-Lecture: The Virtue of Forgetting)
http://goo.gl/t2LL2 (Recht auf digitales Vergessen in Vorbereitung)

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