Verfasst von: Matthias Kron | 8. Juli 2013

Statt Internet – wir brauchen ein neues Symbol

Fluss - Bild von Flickr-User nicodeemus1 (CC BY-NC-ND 2.0) - Für Mehr Infos Bild anklicken

Das Bild des Internets enstammt den frühen Tagen der Online-Kommunikation. Dahinter steckt die Vorstellung, dass verschiedene Websites über Hyperlinks miteinander verbunden sind und so ein Netz ausbilden, in dem wir uns bewegen und von einem Knotenpunkt zum anderen hüpfen.
Doch ist dieses Bild überhaupt noch aktuell? Ich glaube, dass wir das Bild des Netzes, durch das Bild eines Datenflusses oder eines Datenstroms austauschen sollten. Der amerikanische Visionär und Internetforscher David gelernter hat unlängst dazu ein sehr interessantes Essay verfasst.

Wir springen heute nicht mehr von Hyperlink zu Hyperlink, um Informationen zu sammeln wie ein Bienchen, das auf der Suche nach Honig von Blüte zu Blüte springt. Vielmehr lassen wir mit der Facebook Pinwand oder Timeline, mit Twitter und Foursquare die Daten an uns vorbeiströmen. Wir scrollen durch einen endlosen Datenstrom und klicken an, was uns interessiert.

Was vielleicht hier banal klingt, hat tiefgreifende Auswirkungen für die Anbieter von Informationen – Betreiber von Websiten und Portalen – auch im Kinderbereich. Wenn auch Jugendliche zu allererst ihre Timeline und ihren Twitter-Strom auf Neuigkeiten abscannen, dann stellt sich auf lange Sicht die Frage, inwieweit Anbieter diese Plattformen auf lange Sicht ignorieren können. Die Anbieter von Informationen bringt dies in ein Dilemma: Sie wollen, dass Kinder auf ihren eigenen Seiten und nicht auf Facebook surfen.

Um im Bild zu bleiben: Inhaltsanbieter sollten die Datenströme dazu nutzen, um Köder auszulegen, durch die User in die eigenen Seiten gezogen werden. Ich denke, dass sich ein Betreiber von Kinderseiten nicht zu viele Gedanken über einen Facebook-Auftritt machen sollte -vielmehr sollte er sich Gedanken machen, wie die Köder aussehen, die er im Datenstrom anbietet, wie oft er sie anbietet (weniger kann hier mehr sein) und wohin der User gezogen werden – konkrete Inhalte erscheinen mir hier sinnvoller als Portalseiten.

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Verfasst von: Matthias Kron | 1. Januar 2012

Für das Vergessen!

Baumringe (Bild von Darren Hester auf flickr.com unter CC BY-NC 2.0-Lizenz veröffentlicht)

Das Internet ist wie ein Baumstamm, der ständig wächst

Das Internet ist wie ein Baumstamm, der ständig dicker wird. Beim Baum kommt in jedem Jahr ein neuer Baumring hinzu, die eine genaue Altersbestimmung. Es gibt sogar einen Teilbereich der Geschichtswissenschaft (die auf den recht sperrigen Begriff Dendrochronologie hört), die anhand der Baumringe als eine Geschichtsquelle nutzen. Sie verraten, in welchem Jahr Dürren herrschten, wann Feuer wüteten und wie das Klima in einer bestimmten Epoche war.

Das Internet legt sich keine Jahresringe zu und doch vergisst es nichts. Suchmaschinen wie Google mögen zwar nicht mehr direkt alle Inhalte in ihren Indizes listen, doch sie sind und bleiben da.

Deshalb sollten Strömungen unterstützt werden, die dem Internet das Vergessen beibringen wollen, oder anders ausgedrückt, die Informationen mit einem  Haltbarkeitsdatum versehen wollen. Gerade in Social Networks wäre es meiner Meinung nach sehr sinnvoll, wenn man bei einem Tweet nicht nur angeben könnte, wer ihn lesen kann, sondern auch, wie lange er angezeigt werden soll.

Hier einige Links zu dem Thema:
http://goo.gl/W5UoJ (Zeit-Interview mit Viktor Mayer-Schönberger)
http://goo.gl/Wd36S (Video-Lecture: The Virtue of Forgetting)
http://goo.gl/t2LL2 (Recht auf digitales Vergessen in Vorbereitung)

Verfasst von: Matthias Kron | 23. Oktober 2011

Wenn die Chemie stimmt: Lobby-Arbeit an Schulen

Reagenzgläser. Flickr-Bild von Nutzerin "Sharon Drummond" veröffentlicht unter creative commons Lizenz. Für weitere Infos Bildlink folgen.

Lobbyarbeit oder nicht?: Schülerlabors

Werbung von Unternehmen sind in Schulen in der Regel aus gutem Grund tabu. Doch es gibt Graubereiche, durch die es Unternehmen immer wieder in den Klassensaal schaffen. Es sind sicherlich eine ganze Reihe von hehren Gründen, die beispielsweise ein Chemie-Unternehmen wie die BASF dazu veranlassen, Schülergruppen in das Besucherzentrum nach Ludwigshafen einzuladen und sicherlich werden Schüler bei den dargebotenen Experimenten auch eine ganze Menge lernen. Und doch bleibt ein ungutes Gefühl, dürften doch auch Lobby-Interessen und frühe Kundenbindung eine nicht unerhebliche Rolle spielen.

Ein Lehrer, der das Angebot mit seiner Klasse das Schülerlabor besucht, sollte deshalb in der Vor- oder Nachbereitung deshalb auf jeden Fall “den heimlichen Lehrplan” des Ludwigshafener Chemieunternehmens thematisieren.

Verfasst von: Matthias Kron | 12. Juli 2010

Saubere Handys

auf flickr.com von "apdk" unter "creative commons-Lizenz" veröffentlicht

Mobiltelefone sind vom Schulhof kaum mehr wegzudenken

Ausgangspunkt war eine Schlägerei von Schülern, wie sie tagtäglich auf Schulhöfen stattfindet. Das Besondere war, dass diese Schlägerei von umstehenden Schülern auf ihren Handys aufgezeichnet wurde. Dieses – auch als „Happy Slapping“ bezeichnete Phänomen nahm Marcus Lüpke, der dies als Pausenaufsicht beobachtete zum Anlass, um sich intensiv mit dem Thema Gewaltvideos auf Mobiltelefonen auseinanderzusetzen.

In seinem Aufsatz beschreibt er seine Erfahrung mit einem von ihm initiierten Projekt, fas sich nicht nur darauf beschränkt, jugendgefährdende Medien von den Mobiltelefonen zu verbannen, sondern auch einen sinnvollen Handyeinsatz im Unterricht einübt.

Verfasst von: Matthias Kron | 11. Juli 2010

Serious Games

In Deutschland haben Computerspiele keinen guten Ruf. Den einen gelten sie als sinnlose Zeitverschwendung, andere sehen sie als Anreiz zum Ausleben von Gewaltphantasien an. In anderen Ländern gehören Computerspiele zur Kultur hinzu – als Beispiel sei hier nur Südkorea und Japan genannt.

Höheres Ansehen genießen alleine Spiele, die unter die Kategorie der Lernsoftware fallen. Nicht selten sind diese Spieledann allerdings an Langeweile kaum zu überbieten. Recht jung ist dagegen ein Trend, der sich „Serious Games“ nennt. Diese Spiele verbinden echten Spielspaß mit pädagogisch wertvollen Lerninhalten. Dabei kann es durchaus auch mal zu Sache gehen, wie das neu erschiene Spiel „Moonbase Alpha“ zeigt.

Eine gute Übersicht über neue Trends im Serious Games-Bereich bietet das Blog „seriousgames.de„.

Verfasst von: Matthias Kron | 5. April 2010

Webtipp: Watch your Web

Watch your Web-Logo

Watch your Web-Logo

Soziale Netzwerke nicht verteufeln, sondern einen verantwortungsvollen Umgang mit den persönlichen Daten fördern, darum geht es den Machern der Website „Watch your Web„, die sich vor allem an jugendliche Surfer richtet. „Macher“ sind in diesem Fall „IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.“ und Partner sind unter anderem Facebook, Schüler-VZ und „Wer-kennt-wen“.

Wer auf der Seite vorbeisurft, kann dort einen Test machen zum Umgang mit den persönlichen Daten machen. unterhaltsame Videos mahnen außerdem einen sinnvollen Umgang mit den persönlichen Daten an. Leider wirkt die Seite ein wenig unaufgeräumt. Der Aufforderung auf der Pinnwand persönliche Erlebnisse beim Umgang mit persönlichen Daten zu hinterlassen, sind offenbar nur wenige bislang nachgekommen – und die Geschichten dort wirken auf mich auch ein wenig zu konstruiert, als dass sie glaubhaft aus der Feder von Kindern stammen würden. Vorbeisurfen lohnt sich dennoch.

Verfasst von: Matthias Kron | 30. März 2010

YouTube-Video als Schulprojekt

Wie YouTube-Videos sinnvoll in den Schulunterricht eingesetzt werden können haben die beiden Schüler Andreas Akbik und Kai Neumann aus Wiesbaden auf hervorragende Weise gezeigt. In etwas mehr als acht Minuten haben sie den Iran-Konflikt im Rahmen eins Schulprojekts in ansprechender Weise aufbereitet.

Schüler sind hochmotiviert, sich inhaltlich mit einem Thema auseinanderzusetzen, wenn Themen auf diese Art aufbereitet werden. Sie erlernen darüber hinaus methodische Kompetenzen, indem sie lernen ein komplexes Thema zu reduzieren und in verständlicher Form darzustellen. Und schließlich erlernen sie eine Menge Medienkompetenz – nicht nur durch die hier aufwendige Produktion, sondern auch durch die Auseinandersetzung mit dem Medium „Nachrichten“

Videos müssen gar nicht so kompliziert gestaltet werden wie in diesem Beispiel. In der Pädagogik wird diese Art des Wissenserwerbs „Lernen durch Lehren“ genannt und mit dem Pädagogen Jean-Pol Martin in Verbindung gebracht.

Mehr zum Thema: YouTobe-Kanal von Jean-Pol Martin, Lernen durch Lernen Community

Verfasst von: Matthias Kron | 29. März 2010

USK sagt nichts über die pädagogische Eignung

USK-Kennzeichnung der Altersstufe 6

USK-Kennzeichnung der Altersstufe 6

Jedes Computerspiel das im Handel angeboten wird, trägt ein deutlich sichtbares USK-Label. Es kennzeichnet, für welche Altersgruppe ein Spiel freigegeben ist. Verantwortlich für das Label ist die „Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle der Spieleindustrie (USK)„. Die Freigabe der Spiele selbst erfolgt durch ein unabhängiges Gremium, von den kein Gutachter auf der Gehaltsliste der Spieleindustrie stehen darf.

Das Label sagt aus, für welches Alter ein Spiel freigegeben ist – allerdings nur im Hinblick auf den Jugendschutz. Die Kennzeichnung sagt dagegen nichts darüber aus, ob ein Spiel für die Kinder auch geeignet ist. Das USK-Kennzeichen verrät also nicht, inwieweit Kinder einer Alterstufe das Spiel bedienen oder verstehen können.

Ein Beispiel: „SimCity4“ ist ohne Altersbeschränkung freigegeben. Kinder unter zwölf Jahren werden allerdings große Schwierigkeiten haben, das geforderte strategische Denken aufzubringen und die komplexe Spielesteurung zu verstehen. Die Grafik und Inhalte stellen für die Entwicklung des Kindes keine Gefahr dar, deshalb ist es für Kinder aller Alterstufen freigegeben. Kinder können also bedenkenlos dem älteren Bruder oder den Eltern beim Spielen zuschauen – es aber nicht zwangsläufig spielen.

Auf der Verpackung der Spiele, die ausschlaggebend für die Kaufentscheidung vieler Eltern ist, befindet sich oft nur  der USK-Hinweis. Ob ein Spiel nun tatsächlich für Kinder geeignet ist, kann ein kompetenter Fachverkäufer beantworten. Auch das Internet bietet für Eltern einige Datenbanken, mit getesteten Spielen.Verlässliche und einigermaßen aktuelle Spieletests bietet beispielsweise der Spieleratgeber NRW, Thomas Feibel und spielbar.de.

Verfasst von: Matthias Kron | 29. März 2010

Nix für schwache Nerven: Battlefield: Bad Company 2

Anfang März erschien aus dem Hause Electronic Arts der neue Ego-Shooter „Battlefield: Bad Company 2“ und führt seitdem souverän die Spielecharts bei Mediamarkt und Amazon an. In Deutschland hat das Spiel keine Jugendfreigabe erhalten und darf entsprechend nur an Erwachsene ab 18 Jahren verkauft werden.

Und das mit gutem Grund. Von Spielern während des Spielens erstellte Videos zeigen nicht nur eine ausgefeilte Grafiken, sondern brutalste Kampfszenen, die die Nutzer selbst als sehr authentisch bezeichnen. In Zimmern von Kindern und Jugendlichen hat dieses Spiel nichts zu suchen.

Kommentierte Spieledemonstration von zoomgamerTV:

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Battlefield: Bad Company 2

<p>Quelle: <a href="http://www.e-recht24.de/muster-disclaimer.htm">Disclaimer </a>von eRecht24, dem Portal zum Internetrecht von <a href="http://www.e-recht24.de/rechtsanwaelte.htm">Rechtsanwalt </a>Sören Siebert.</p>
Verfasst von: Matthias Kron | 28. März 2010

Stiftung Warentest und Social Communities – Testbericht Mangelhaft

Facebook

Alle großen Nachrichtenredaktionen berichteten über den Report von Stiftung-Warentest über Social Communities. Wie schon die medial wirksame Überschrift „Ungeschützt“ vermuten ließ, wurden Facebook, „Wer-Kennt-Wen“ und Co. äußerst negativ beurteilt. Dabei schnitten Schüler-VZ und Studi-VZ mit dem Prädikat „einige Mängel“ noch am besten ab.

Diese Ergebnisse waren allerdings erwartbar und bringen im Kern nichts Neues. Dass Facebook Daten über seine Nutzer sammelt ist ein alter Hut und an sich keine Nachricht wert. Doch scheint der Testbericht gar nicht im Zentrum zu stehen, sondern dient vielmehr alleine zum Beleg eines Rundumschlags gegen Social Communities, deren Sinn und Zweck die Warentester, sonst auch eher bekannt für Staubsauger- und Bügeleisenvergleiche, offenbar nicht verstanden haben.

Anstelle die Zielgruppe selbst zu Wort kommen zu lassen, wird Datenschützer Schaar bemüht, bei dem eine kritische Einstellung gegenüber Social Communities vermutlich in der Jobbeschreibung steht. Der Testbericht nicht mehr ist als die Momentaufnahme eines medialen Generationskonfliktes zu verstehen, indem eine ältere Generation kritisch und ablehnend einer medialen Welt gegenübersteht, in der sich eine jüngere Generation sich heimisch fühlt und über Fragen wie Datenschutz von Fall zu Fall abwägt.
Mangelnde Objektivität unter dem Deckmantel eines objektiven Testberichtes – dafür kann es nur ein Urteil geben: „Mangelhaft“!

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